Die Außenseiterin

Ich bin fast 25 Jahre alt, lebe in einem Großstadtdschungel Deutschlands und versuche irgendwie mich in dieser Welt und meinem Leben zurecht zu finden.

Seit ca. 8 Jahren gelte ich offiziell als krank, auch wenn ich mich selber lieber als „anders“ bezeichne.

Ich fühle mich wie ein Wesen von einem anderen Planeten, nirgendwo zugehörig, bin am liebsten allein und kann das Alleinsein doch nicht aushalten.

Ich bin permanent am Zweifeln, egal ob an mir oder an dieser Welt.

Ich mag viele Dinge sehr gerne, würde mich aber dennoch nicht als glücklich bezeichnen.

Ich kämpfe, aber finde mich auf dieser Welt einfach nicht zurecht.

Leben heißt für mich meist überleben.

Mein Leben ist oft bestimmt von Ängsten.

Ich versuche meinen Weg zu finden und den Anforderungen gerecht zu werden. Gerne wäre ich ein produktiver Teil dieser Gesellschaft.

Mein größter Wunsch ist es, einen wertvollen Sinn in diesem Leben zu finden.

Niemand kennt mich wirklich, mich zu verstellen habe ich perfektioniert.

 

Meine Wunschvorstellung von einem perfekten Leben wäre es, alleine, aber mit Tieren, in den Bergen, in einem gemütlichen, großen Haus zu wohnen, mit Kamin, einer riesigen Bibliothek, draußen umgeben von der Natur, drinnen von Dingen, die ich mag, die mir Spaß und Freude bereiten, wie zum Beispiel einer Strick- / Häkelecke, meinem Laptop, einem riesigen Fernseher. Das Internet ist natürlich auch total schnell. Ich wohne weit abgelegen von der Zivilisation (jaja, ich weiß, dass das unwahrscheinlich ist) und habe ein Auto, falls ich mal wieder Leute sehen will. Mit den Leuten, die ich mag und die mir wichtig sind, kommuniziere ich hauptsächlich über WhatsApp. Damit ich mich nicht alleine fühle, habe ich Tiere. Es ist das ganze Jahr kalt, höchstens so 22 – 23 Grad.

Dort philosophiere ich dann über das Leben, versuche glücklich zu sein und zu überleben und es mir so angenehm wie möglich zu gestalten.